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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

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Randsburg Ghost Town (CA)

(Letzte Änderung: 5.10.2026 @ 14:33)
Auf einen BlickRandsburg ist eine „living ghost town“ in der Mojave: 1895 brachte ein Goldfund in der Yellow Aster Mine den Boom, heute leben noch rund 80 Menschen zwischen vintage-Läden und morbidem Wildwest-Charme. Gerade weil der Ort bewohnt und nicht durchrestauriert ist, wirkt er authentischer als manche Westernkulisse.
Beste Reisezeit: Herbst bis Frühjahr (Mojave-Sommer sehr heiß)
Zeitbedarf: kurzer Stopp, ~1 Stunde; gut mit dem Red Rock Canyon SP (CA) kombinierbar

Randsburg Ghost Town in der Mojave in Kalifornien

Das mit den ghost towns in den USA ist so eine Sache. Soooo geistermäßig verlassen sind viele nämlich gar nicht. Da werden Touren angeboten, es stehen blitzblank polierte Autos vor versprengten Häusern, die Post wird ausgetragen usw., wobei nicht zu übersehen ist, dass nur noch wenige Menschen ausharren und die meisten längst weggezogen sind.

Für solche Fälle haben sich auch die Begriffe semi ghost town oder living ghost town eingebürgert, und in diese Kategorie fällt Randsburg. Hier leben noch tatsächlich Leute, gar nicht mal so wenige. Es gibt sogar eine Feuerwache, die einen absolut einsatzbereiten und funktionstüchtigen Eindruck macht. Souvenir- bzw. besser gesagt Krimskramsläden, sehr auf vintage getrimmt, ergänzt um den beabsichtigt morbiden Charme der Vernachlässigung.

Goldrausch-Ort mit Wildwest-Flair

Randsburg Opera House mit verwittertem Wellblech, orangefarbener Beschriftung und pinken Türen Randsburg General Store mit historischer Soda-Fountain-Beschriftung und Prospecting-Supplies-Schild White House Saloon in Randsburg mit verwitterter Holzfassade und überdachter Veranda

Semi hin oder her - ein Blick in die bewegte Geschichte von Randsburg darf natürlich nicht fehlen. Und da ging es natürlich um Gold. 1895 wurde in der Yellow Aster Mine Gold entdeckt, und schnell entstand Rand Camp, bald gefolgt von einer Zeltstadt namens Randsburg. "Rand" geht dabei zurück auf eine Goldminenregion in Südafrika und war die Erfindung von John Singleton, F.M. Mooers und Charlie Burcham, die hier den ersten Claim absteckten.

Die Yellow Aster Mine förderte bis etwa 1933 insgesamt rund 25 Millionen US-Dollar an Gold (zu historischen Goldpreisen von rund 20 US-Dollar pro Feinunze) – eine beachtliche Summe für eine Minenkette in der Wüste. Der Rand Mining District, zu dem Randsburg zählt, blieb auch danach relevant: Ab 1907 wurde im benachbarten Atolia Wolfram abgebaut, ab 1919 im ebenfalls nahen Red Mountain Silber. Mit zurückgehenden Funden in der Yellow Aster Mine selbst schrumpfte jedoch die Einwohnerzahl Randsburgs und der Niedergang begann – ein im Westen der USA häufig anzutreffendes Städteschicksal. (From boomtown to doomtown.)

Heute leben noch ca. 80 Menschen, die aus welchen Gründen auch immer ausharren und vielleicht auf Touristen warten, die sich in eins der urigen Geschäfte verirren, die noch betrieben werden. Oder in die Kirche.

Weiße Santa Barbara Church in Randsburg mit blauem Kreuzturm vor dunklem Gewitterhimmel

Die Erinnerung stirbt zuletzt - oder war es die Hoffnung?

Verfallene Minengebäude und alte Wassertanks am Ortsrand von Randsburg Hölzernes Kopfgestänge (Headframe) einer stillgelegten Mine bei Randsburg

Directions

Randsburg liegt in Kalifornien, in der Mojave-Wüste, unweit des Rand Mountain.

GPS-Koordinaten Randsburg

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Randsburg: 35.368891726724904, -117.65721864240325

Good to know

Randsburg ist kein Freilichtmuseum, sondern ein noch bewohnter Minenort mit ein paar fotogenen Resten aus besseren Zeiten. Genau deshalb wirkt der Ort authentischer als viele geschniegelt restaurierte Westernkulissen.

Zusammen mit Red Rock Canyon State Park oder einer Fahrt Richtung Trona ergibt das einen schönen Wüsten-Abstecher abseits der Standardrouten zwischen Los Angeles und dem Death Valley.

My Visits

2022 habe ich mich nach Randsburg verirrt.

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Ein Abstecher ist für Leute, die Zeit haben, ganz ok.

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